ASTech verkauft erste eigene Softwarelizenz

Gaimersheim – Premiere für die ASTech! Mit der Unterschrift unter dem Vertrag hat die ASTech am 15.07.2020 zum ersten Mal eine Lizenz für eine bei uns in House entwickelte Software verkauft. Käufer, der in der AST-E33 unter Teamleiter Christian entwickelten Software AMNESIA, ist die Verkehrsunfallforschung an der TU Dresden GmbH.

AMNESIA – was ist/kann das?
AMNESIA (Automatisierte Methode zur numerischen, einfachen, sicheren und irreversiblen Anonymisierung) ist eine Software basierend auf einem mehrstufigen Algorithmus. Dieser hat die Aufgabe, auf Fotos befindliche Gesichter und Nummernschilder zu erkennen und diese zu verpixeln bzw. zu anonymisieren. Der Nutzer der Software hat zudem die Möglichkeit, die automatisch generierten Vorschläge zu Editieren: also zu ändern, zu löschen oder hinzuzufügen.

Entstanden ist AMNESIA im Rahmen einer Masterarbeit im Team Unfallforschung/Innenraumkonzepte. Hintergrund bzw. Grundmotivation zur Entwicklung einer solchen Software waren zwei Gedanken: Zum einen die Gewährleistung des Kunst-Urheber-Gesetzes sowie die Einhaltung des Datenschutzes und zum anderen die Ersparnis von Zeit. Denn: Ausgehend von der Tatsache, dass unsere Kollegen der Unfallforschung pro erhobenem Unfall zwischen 300 und 600 Fotos machen, die es dann im Nachgang manuell hinsichtlich Gesichtern und Nummernschildern zu anonymisieren gilt, entstehen dadurch pro analysiertem Unfall circa zwei bis drei Stunden Arbeit. Bei ASTech-seitig etwa 80 erhobenen Unfällen im Jahr kommen hier schon einige Stunden Arbeit zusammen. Eine Software, die dies nun automatisiert vornimmt, ist daher eine erhebliche Entlastung und eine Möglichkeit, gesetzliche und interne Vorschriften ohne Mehraufwand einzuhalten.

Dieses große Potenzial hat auch die Verkehrsunfallforschung erkannt und als erste eine Lizenz erworben. Damit sind sie aber nicht alleine. Christian hat die Werbetrommel schon ein wenig gerührt und somit auch bereits einen zweiten Interessenten an Land gezogen. Lizenz Nummer 2 ist schon angefragt.

Wie geht’s weiter?
Ob AMNESIA künftig in größerem Stil vertrieben werden soll, das ist derzeit noch nicht entschieden. Im Hinblick auf das große Potenzial hat Christian aber bereits einige Ideen im Kopf, wie die Software noch optimiert werden könnte. So schwebt ihm zum Beispiel eine Erweiterung auf Videos/Bewegtbildmaterial vor. Hiermit könnte eine noch größere Zielgruppe adressiert werden – etwa für den Einsatz in Versuchsflotten.

Ein spannendes Thema. Wir bleiben dran!

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Mittels der von der ASTech entwickelten Software AMNESIA können auf Fotos befindliche Gesichter und Nummernschilder erkannt und verpixelt bzw. anonymisiert werden.